Uhlandstraße 51
Wilmersdorf
10719 Berlin

Telefon:
03088719393

Montag - Freitag
12:04 - ca. 22:00

Sa. So. und Feiertags
10:04 - ca. 22:00



Empfohlen von:


tv.berlin: Tim Fischer und Julia Gutsch kochen Boef Stroganoff

Nora Schmidt von tv.berlin besucht ausgezeichnete Köche aus Berlin in ihrer Küche, und bereitet mit ihnen kulinarische Meisterstücke zu und probiert diese. Kürzlich war Sie mit Tim Fischer (deutscher Chansonnier und Schauspieler) der mit Julia Gutsch ein Boef Stroganoff im russischen Restaurant Grüne Lampe zubereitet und besingt.

Hier können Sie die Sendung sehen

Die Sendung wurde im August auf tv.berlin ausgestrahlt.

Das Rezept finden Sie hier auf Website von Berlin kocht.


stern - Tip zum Ausgehen, Kennenlernen, Geniessen in Berlin

stern: Einmal um die Welt in Berlin
stern 10/2013 S.96: Einmal um die Welt in Berlin
stern Empfehlung: Grüne Lampe
Cover stern 10/2013
stern Empfehlung: Grüne Lampe

Im März 2013 empfahl der Stern das Restaurant Grüne Lampe in seinem Artikel:

"EINMAL UM DIE WELT IN BERLIN" als Tip in der Rubrik Geniessen.


INFOradio - Interview "Starke Frauen"

Hier können Sie sich das Interview anhören, welches Begzada Kilian von INFOradio zum Thema "Starke Frauen" mit Julia Gutsch führte.

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radioeins Kantine - Lecker lunchen in Berlin und Brandenburg

radio eins stellt  jede Woche von Dienstags und Donnerstags Mittagstische vor und berichtet von den besten, sympathischsten und ausgefallensten Mittagstischen in Berlin und Brandenburg.

Am 27.12.2011 wurde die Grüne Lampe vorgesellt:

Zitat:

Grüne Lampe

Und auch wenn Sie sich an Weihnachten vermutlich wieder zu dem Satz haben hinreißen lassen: 'puh, ich hab soviel gegessen- bis Silvester ess ich gar nichts mehr' – spätestens heute haben Sie dann vermutlich doch wieder Hunger- und was ein Glück: immer dienstags und donnerstags stellen wir ihnen auf radioeins Kantinen und Mittagstische vor.

Heute ist Patricia Pantel in Charlottenburg eingekehrt. In der „Grünen Lampe“ und der Name lässt noch nicht unbedingt darauf schliessen, welches Land sich dahinter verbirgt. Aber wir klären auf: Russisch essen bis zum Umfallen - in der Grüne Lampe in der Uhlandstrasse 51 in Berlin-Charlottenburg. Das russische Mittagsbuffet gibt es jeden Tag bis 16 Uhr.

Grüne Lampe
Und auch wenn Sie sich an Weihnachten vermutlich wieder zu dem Satz haben hinreißen lassen: 'puh, ich hab soviel gegessen- bis Silvester ess ich gar nichts mehr' – spätestens heute haben Sie dann vermutlich doch wieder Hunger- und was ein Glück: immer dienstags und donnerstags stellen wir ihnen auf radioeins Kantinen und Mittagstische vor.Heute ist Patricia Pantel in Charlottenburg eingekehrt. In der „Grünen Lampe“ und der Name lässt noch nicht unbedingt darauf schliessen, welches Land sich dahinter verbirgt. Aber wir klären auf: Russisch essen bis zum Umfallen - in der Grüne Lampe in der Uhlandstrasse 51 in Berlin-Charlottenburg. Das russische Mittagsbuffet gibt es jeden Tag bis 16 Uhr.

Zitat Ende.

Hier der Link zur radio eins Website

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Titelseite FHM 01'2012
FHM 01'2012 Seite 125

FHM - VODKA & ZAKUSKIS

 

Im Winter 2012 schrieb die FHM über das russische Restaurant Grüne Lampe in der Rubrik "Special" folgenden Artikel Zitat:

Lass mal bei der nächsten Runde Vodka den Energydrink weg - nimm lieber ein Gute-Laune-Häppchen! ...

(Klicken Sie hier oder auf das Bild um den Artikel zu vergrößern)


BZ am Sonntag: Charlottengrad ist wieder das Zentrum der Berliner Russen

Mitte 2012 schrieb die BZ am Sonntag als Thema der Woche:    Ist Berlin für alle Russen Disco?

Hierzu wurden mehrer in Berlin lebende Russen interviewt wie zum Beispiel Autor Wladimir Kaminer, Gastronomin Julia Gutsch oder Medienmacher Dimitri Feldmann.

Über das Russische Restaurant "Grüne Lampe" schrieb die BZ Zitat:

... Genauso wichtig ist den Russen die russische Hausfrauenkost. Bliny, Pelmeni, Borschtsch oder Soljanka bekommt man etwa bei Julia Gutsch in Ihrem Restaurant "Grüne Lampe" in der Uhlandstraße. Die Inhaberin kam vor 21 Jahren aus Leningrad nach Berlin, doch hier wurde Ihr Kunstgeschichtediplom nicht anerkannt. Deshalb eröffnete Sie ein Reisebüro. Und sie fand einen deutschen Mann, Sven, IT-Manager.

Mit eröffnung ihres Lokals vor sieben Jahren hat sich Julia Gutsch einen Traum erfüllt. "Ich liebe mein Vaterland. Aber ich fühle mich wohl in Berlin und bin froh, die aktuellen Machtkämpfe dort nur aus der Ferne betrachten zu müssen." ... Zitat Ende

BZ am Sonntag vom 25.03.2012 Seite 2-3 (zum vergrößern Bild anklicken)
BZ am Sonntag vom 25.03.2012 Seite 2-3 (zum vergrößern Bild anklicken)
BZ am Sonntag vom 25.03.2012 Seite 4

Berliner Morgenpost - BEST OF BERLIN

Berliner Morgenpost Titelseite vom 04.01.2012
Berliner Morgenpost Titelseite vom 04.01.2012
Berliner Morgenpost: russisches Restaurant Grüne Lampe zum brunchen eines der 10 besten in Berlin.
Berliner Morgenpost vom 04.01.2012 Seite 17 (anklicken zum vergrössern)

 

Am 4. Januar 2012 empfiehlt die Berliner Morgenpost das russische Restaurant Grüne Lampe eines der 10 besten in Berlin.

Zitat:

BERLIN LIVE "Einmal alles, bitte!

Brunch ist, wenn das Frühstück zum Mittagessen wird. Opulent und typisch Berlin. Die Wirte bedienen sich dazu gern bei den Küchen der Welt. Wir stellen einige der schönsten Adressen vor.

Wilmersdorf Blinis und roter Lachskaviar

Wie wohl im Land von Väterchen Frost gefrühstückt wird? In der grünen Lampe erfährt man es beim Kaviarbrunch, für den man aber unbedingt vorher reservieren sollte. Roter Lachskaviar ist dort ein Muss, die Fischeier gibt es auf Canapees. Auch andere Klassiker der russischen Küche lässt Chefin Julia Gutsch in ihrem gemütlichen Lokal in Wilmersdorf servieren:

  • russischen Salat
  • eingelegte Gemüse
  • Kartoffelpuffer mit Lachs
  • zwei warme Hauptgänge mit Fisch und Fleisch
  • Obst mit Joghurt
  • Blechkuchen,


wenn der Küchenchef die Gäste verwöhnen will, auch Mousse au Chocolat runden das Angebot ab.

Zitat Ende.


PRINZ Berlin - Die schönsten Frühstücks-Locations

PRINZ BERLIN Januar 2012
Seite 28 (zum vergrößern Bild anklicken)

 

PRINZ Berlin Januar 2012 empfiehlt die besten Frühstückslokations

Auf Seite 28 der Januarausgabe der Zeitschrift PRINZ wird das Russische Restaurant Grüne Lampe von der PRINZ-Redaktion als eine der vier besten Frühstückslocations empfohlen.

Zitat:

Gebt dem Kater Saures. Denn auch auf die beste Silvesterparty folgt ein dicker Kopf. PRINZ zeigt die besten Adressen für das Katerfrühstück.

DAS RUSSISCHE

Ab elf Uhr kann man in der Grünen Lampe seinen Kater auf zünftige russische Art vertreiben. Mit Wodka oder Prosecco und dann schön deftig essen. Neben Borschtsch, Tschebureki, Pelmeni, Wareniki und Blini genießt in Gasthausatmosphäre die herzhafte Fischtorte "Hering im Pelzmantel". Der klassische Neujahrs-Kaviar-Brunch beinhaaltet außerdem Lachskaviar, Kotelett nach Kiewer rt und Lammfleich mit Auberginen.

Zitat Ende


radio eins: location Check

Das Radioprogramm radioeins des Rundfunk Berlin-Brandenburg hat am Mittwoch, 13.07.2011 in dem russischen Restaurant Grüne Lampe den Location Check gemacht.

Zitat radioeins:


Die Grüne Lampe Russische Küche in Berlin-Wilmersdorf. Geschätzte 50.000 Russen sollen in Berlin leben. Aber kennen Sie russische Restaurants um die Ecke? So viele gibt es da nicht, und meist bleiben Russen hier unter sich. Warum das so ist, weiß Julia Gutsch, gebürtig aus Leningrad. Ihr Restaurant „Grüne Lampe“ richtet sich an Russen UND Deutsche. Eigentlich hat sie Kunstgeschichte studiert. Und später ein Reisebüro eröffnet. Wie es zum Restaurant kam, erzählte sie bei seinem Besuch radioeins Reporter Johannes Paetzold.

Zitat Ende.

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taz.die tageszeitung: Frühstück in Charlottengrad

Am 13. Juli 2011 schrieb Anna Prizkau in der taz über russische Lebenskultur und russische Küche in Berlin. Zitat:

Frühstück in Charlottengrad

Puschkin als Vorspeise: eine literarische Zeitreise durch das russische Berlin

saftige Schinkenstreifen liegen neben hauchdünnen Salamischeiben. Das Fleischfrühstück im Restaurant „Grüne Lampe" trägt den Namen eines kaltblütigen Schurken:' „d'Anthes". Georges-Charles de Heeckeren d'Anthes war ein Verbrecher. So jedenfalls urteilen Literaten wie Michail Lermontow über den französischen Offizier. Im Jahre 1837 intrigierte d'Anthes gegen den größten Dichter Russlands. Aufdringlich stellte der Franzose der Frau von Alexander Sergejewitsch Puschkin nach und forderte den Schriftsteller zum Duell. Mit einem Bauchschuss verletzte er Puschkin so schwer, dass dieser zwei Tage später seinen Verwundungen erlag. Die Spezialitäten in der „Grünen Lampe" sind genauso „roh" wie der Mann, der Russland um seinen Nationaldichter brachte.

Statt Wodka Klassiker der Literatur

„Meine Gäste sind Menschen, die wissen, dass Russland nicht nur Gulag, sondern auch Puschkin, Zwetajewa oder Tolstoi bedeu-' tet", sagt Julia Gutsch und zieht ihre blonden Locken straff Richtung Hinterkopf. Seit sechs Jahren betreibt die 47-Jährige ihre „Grüne Lampe" unweit des Kurfürstendamms in der Uhlandstraße. „Um 1820 trafen sich in St. Petersburg Intellektuelle, Künstler und Literaten in einem elitären Club, der sich ,Seljonaja Lampa', die grüne Lampe nannte. Einer der wichtigsten Gäste war Puschkin." Da in dem Club nicht nur debattiert und gelesen, sondern auch großer Wert auf ausgezeichnetes Essen gelegt wurde, beschloss Julia Gutsch, ihr Restaurant nach dem Petersburger Etablissement zu nennen. Die Wände sind dunkelgrün tapeziert, die Tische glänzen in dezentem Braun und lediglich ein Portrait des Dichters schmückt das Restaurant. In den Regalen oberhalb der Bar finden sich anstelle von Wodka-Flaschen alte Ausgaben der Puschkin-Klassiker. Die „Grüne Lampe" ist unaufgeregt und gemütlich, fast wie ein großes Wohnzimmer.

„Natürlich wissen viele Russen, wofür die ,Grüne Lampe' steht und die, die es

nicht wissen, werden es in meinem Restaurant noch lernen." Herausfordernd schaut Gutsch durch ihre markante Brille. Das Deutsch der Restaurantbesitzerin ist fließend, lediglich ihr Akzent verrät, woher sie kommt. Während des Gesprächs über St. Petersburg fällt sie immer wieder auf den alten Namen „Leningrad" zurück. Vor,21 Jahren hat Gutsch mit ihrem Sohn das Heimatland verlassen. Die Kunsthistorikerin fühlt sich wohl in Berlin, glaubt aber, dass es vielen Russen anders geht: „Menschen, die aus geschlossenen Gesellschaften kommen, wie es Russland in Zeiten der Sowjetunion war, schaffen es selten, sich vollkommen zu integrieren. Daher bauen sie sich in der Großstadt ihr kleines Russland auf; deutlich wird das an Charlottenburg."

87 russische Verlage, sechs Banken, drei Tageszeitungen und zwanzig Bücherläden - nicht Julia Gutsch diktiert die Zahlen der russischen Einrichtungen in Berlin, sondern ein unbekannter Maler aus Moskau in seinen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1923: „In einem Jahr, so wird gemunkelt, werde man in der Gegend zwischen Charlottenburg und Zoologischer Garten die ,Russische Emigrantenrepublik' gründen und den Kurfürstendamm

Frühstück in Charlottengrad

Puschkin als Vorspeise: eine literarische Zeitreise durch das russische Berlin

Von Anna Prizkau

Julia Gutsch in ihrem Restaurant „Grüne Lampe". Foto: Michael Ramm

zum Kurfürsten-Prospekt machen." Dazu ist es nie gekommen, dennoch lebten in Deutschland in den Zwanzigern hunderttausende Russen, die 1917 nach der Oktoberrevolution

fliehen mussten. Zu den Emigranten gehörten bedeutende Literaten wie Vladimir Nabokov, Andrej Bely oder Maxim Gorki. Die Stadt wurde zu einem Zentrum russischer Kultur. Im Jahre 1922 ernannte der Schriftsteller Wladislaw Chodasse-witsch Berlin zur „Stiefmutter der russischen Städte." Besonders wohl fühlte sich die russische Bourgeoisie in Charlottenburg oder „Charlottengrad", wie es Andrej Bely nannte. In seinen Aufzeichnungen schwärmt er vom Nachtleben: „Nacht! Tauentzien! Kokain! / Das ist Berlin!"

Mit Pelz und Abendkleid im Cafe

„Das jetzige Charlottenburg lässt sich nicht mit dem ,Charlottengrad4 der 20er Jahre vergleichen. Die Eliten sind verschwunden. Einen Nabokov wird man hier nicht finden.", sagt Julia Gutsch und grüßt mit einem dezenten Lächeln zwei Stammgäste ihres Restaurants, ein deutsches Pärchen aus der Nachbarschaft. Die Gäste des Lokals sind verschiedenen, das Einzige, was sie eint, egal ob Russen, Deutsche oder Amerikaner, ist ihre Vorliebe für russische Gerichte - und russische Literatur.

Der hohe Rubelkurs erlaubte es damals der russischen Intelligenzija, ein sorgenfreies Leben zu führen.

Bely beschreibt, wie sich die Russen am liebsten im Kaufhaus des Westens einkleiden, „wo Wachsschönheiten geziert ihre Toiletten vorführen" und Drehtüren „von morgens bis abends Massen von modehungrigen Damen und feschen Herren herein" schieben. Im selben Aufsatz notiert Bely, warum sich selten Berliner in das Kaufhaus des Westens verlaufen: „Das KaDeWe ist für die Deutschen zu teuer; Charlottengrad ist ihnen zu teuer; es ist vor allem etwas für die Russen."

Kaviar für die Schönheit

Auch heute tragen die Rolltreppen Russinnen in die Etagen des KaDeWe. Jedoch haben die heutigen „Kurfürstendammrussen" nichts mit der Klientel der 20er Jahren gemein, meint Julia Gutsch: Ihre Pelze sind zu groß, die Kleider übertrieben. „Das liegt daran, dass diese Russinnen das westliche Leben nur aus Hochglanz-Magazinen oder Hollywoodfilmen kennen und denkendes sei normal, sich am helllichten Tag mit Abendkleid und Pelz in ein Cafe zu setzen", sagt sie.

Außer der neureichen Russen leben im heutigen Berlin viele russische Akademiker. Noch immer werden russische Zeitungen und Magazine in Berlin produziert und herausgegeben, statt zwanzig gibt es noch fünf russische Buchhandlungen und eine Dependance eines Moskauer Verlages. Doch die wenigsten arbeiten in ihren ehemaligen Berufen: „Mir war es damals auch zu anstrengend, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen um die Anerkennung meines russischen Diploms zu kämpfen." Die Restaurantbesitzerin sagt es ohne Resignation und witzelt: „Wer nichts wird, wird eben Wirt."

Am Nebentisch serviert die Kellnerin eine Platte mit Lachs, Frischkäse und rotem Kaviar. „Das ist unsere Natalia Nikolajevna", erklärt Gutsch. Der Name, den das edle Frühstück trägt, ist ebenfalls ein Teil russischer Literaturgeschichte: Puschkins große Liebe Natalia Nikolajevna, für die er damals sein Leben ließ, liebte Lachs und Kaviar und galt als die schönste Frau im Land.

Saftige Schinkenstreifen liegen neben hauchdünnen Salamischeiben. Das Fleischfrühstück im Restaurant „Grüne Lampe" trägt den Namen eines kaltblütigen Schurken: „d'Anthes". Georges-Charles de Heeckeren d'Anthes war ein Verbrecher. So jedenfalls urteilen Literaten wie Michail Lermontow über den französischen Offizier. Im Jahre 1837 intrigierte d'Anthes gegen den größten Dichter Russlands. Aufdringlich stellte der Franzose der Frau von Alexander Sergejewitsch Puschkin nach und forderte den Schriftsteller zum Duell. Mit einem Bauchschuss verletzte er Puschkin so schwer, dass dieser zwei Tage später seinen Verwundungen erlag. Die Spezialitäten in der „Grünen Lampe" sind genauso „roh" wie der Mann, der Russland um seinen Nationaldichter brachte.

Statt Wodka Klassiker der Literatur

„Meine Gäste sind Menschen, die wissen, dass Russland nicht nur Gulag, sondern auch Puschkin, Zwetajewa oder Tolstoi bedeutet, sagt Julia Gutsch und zieht ihre blonden Locken straff Richtung Hinterkopf. Seit sechs Jahren betreibt Sie die „Grüne Lampe" unweit des Kurfürstendamms in der Uhlandstraße. „Um 1820 trafen sich in St. Petersburg Intellektuelle, Künstler und Literaten in einem elitären Club, der sich ,Seljonaja Lampa', die grüne Lampe nannte. Einer der wichtigsten Gäste war Puschkin."Da in dem Club nicht nur debattiert und gelesen, sondern auch großer Wert auf ausgezeichnetes Essen gelegt wurde, beschloss Julia Gutsch, ihr Restaurant nach dem Petersburger Etablissement zu nennen. Die Wände sind dunkelgrün tapeziert, die Tische glänzen in dezentem Braun und lediglich ein Portrait des Dichters schmückt das Restaurant. In den Regalen oberhalb der Bar finden sich anstelle von Wodka-Flaschen alte Ausgaben der Puschkin-Klassiker. Die „Grüne Lampe" ist unaufgeregt und gemütlich, fast wie ein großes Wohnzimmer.

„Natürlich wissen viele Russen, wofür die "Grüne Lampe" steht und die, die es nicht wissen, werden es in meinem Restaurant noch lernen." Herausfordernd schaut Gutsch durch ihre markante Brille. Das Deutsch der Restaurantbesitzerin ist fließend, lediglich ihr Akzent verrät, woher sie kommt. Während des Gesprächs über St. Petersburg fällt sie immer wieder auf den alten Namen „Leningrad" zurück. Vor 21 Jahren hat Gutsch mit ihrem Sohn das Heimatland verlassen. Die Kunsthistorikerin fühlt sich wohl in Berlin, glaubt aber, dass es vielen Russen anders geht: „Menschen, die aus geschlossenen Gesellschaften kommen, wie es Russland in Zeiten der Sowjetunion war, schaffen es selten, sich vollkommen zu integrieren. Daher bauen sie sich in der Großstadt ihr kleines Russland auf; deutlich wird das an Charlottenburg."

87 russische Verlage, sechs Banken, drei Tageszeitungen und zwanzig Bücherläden - nicht Julia Gutsch diktiert die Zahlen der russischen Einrichtungen in Berlin, sondern ein unbekannter Maler aus Moskau in seinen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1923: „In einem Jahr, so wird gemunkelt, werde man in der Gegend zwischen Charlottenburg und Zoologischer Garten die ,Russische Emigrantenrepublik' gründen und den Kurfürstendamm zum Kurfürsten-Prospekt machen." Dazu ist es nie gekommen, dennoch lebten in Deutschland in den Zwanzigern hunderttausende Russen, die 1917 nach der Oktoberrevolution fliehen mussten. Zu den Emigranten gehörten bedeutende Literaten wie Vladimir Nabokov, Andrej Bely oder Maxim Gorki. Die Stadt wurde zu einem Zentrum russischer Kultur. Im Jahre 1922 ernannte der Schriftsteller Wladislaw Chodassewitsch Berlin zur „Stiefmutter der russischen Städte." Besonders wohl fühlte sich die russische Bourgeoisie in Charlottenburg oder „Charlottengrad", wie es Andrej Bely nannte. In seinen Aufzeichnungen schwärmt er vom Nachtleben: „Nacht! Tauentzien! Kokain! / Das ist Berlin!"

taz Interview im russischen Restaurant Grüne Lampe
taz Interview im russischen Restaurant Grüne Lampe

Mit Pelz und Abendkleid im Cafe

„Das jetzige Charlottenburg lässt sich nicht mit dem ,Charlottengrad' der 20er Jahre vergleichen. Die Eliten sind verschwunden. Einen Nabokov wird man hier nicht finden.", sagt Julia Gutsch und grüßt mit einem dezenten Lächeln zwei Stammgäste ihres Restaurants, ein deutsches Pärchen aus der Nachbarschaft. Die Gäste des Lokals sind verschiedenen, das Einzige, was sie eint, egal ob Russen, Deutsche oder Amerikaner, ist ihre Vorliebe für russische Gerichte - und russische Literatur. Der hohe Rubelkurs erlaubte es damals der russischen Intelligenzija, ein sorgenfreies Leben zu führen. Bely beschreibt, wie sich die Russen am liebsten im Kaufhaus des Westens einkleiden, „wo Wachsschönheiten geziert ihre Toiletten vorführen" und Drehtüren „von morgens bis abends Massen von modehungrigen Damen und feschen Herren herein" schieben. Im selben Aufsatz notiert Bely, warum sich selten Berliner in das Kaufhaus des Westens verlaufen: „Das KaDeWe ist für die Deutschen zu teuer; Charlottengrad ist ihnen zu teuer; es ist vor allem etwas für die Russen."

Kaviar für die Schönheit

Auch heute tragen die Rolltreppen Russinnen in die Etagen des KaDeWe. Jedoch haben die heutigen „Kurfürstendammrussen" nichts mit der Klientel der 20er Jahren gemein, meint Julia Gutsch: Ihre Pelze sind zu groß, die Kleider übertrieben. „Das liegt daran, dass diese Russinnen das westliche Leben nur aus Hochglanz-Magazinen oder Hollywoodfilmen kennen und denken es sei normal, sich am helllichten Tag mit Abendkleid und Pelz in ein Cafe zu setzen", sagt sie.

Außer der neureichen Russen leben im heutigen Berlin viele russische Akademiker. Noch immer werden russische Zeitungen und Magazine in Berlin produziert und herausgegeben, statt zwanzig gibt es noch fünf russische Buchhandlungen und eine Dependance eines Moskauer Verlages. Doch die wenigsten arbeiten in ihren ehemaligen Berufen: „Mir war es damals auch zu anstrengend, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen um die Anerkennung meines russischen Diploms zu kämpfen." Die Restaurantbesitzerin sagt es ohne Resignation und witzelt: „Wer nichts wird, wird eben Wirt."

Am Nebentisch serviert die Kellnerin eine Platte mit Lachs, Frischkäse und rotem Kaviar. „Das ist unsere Natalia Nikolajevna", erklärt Gutsch. Der Name, den das edle Frühstück trägt, ist ebenfalls ein Teil russischer Literaturgeschichte: Puschkins große Liebe Natalia Nikolajevna, für die er damals sein Leben ließ, liebte Lachs und Kaviar und galt als die schönste Frau im Land.

Zitat Ende."


Interview in russischer Sprache vom Funkhaus Europa

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zitty BERLIN: Die besten Restaurants 2011 / 2012

Das berliner zitty Spezial ESSEN+TRINKEN 2011/2012 bietet Empfehlungen für Restaurants, Bars, Cafés, Kneipen und Clubs. Lesen Sie über das russiche Restaurant Grüne Lampe auf den Seiten 51-52:

 

Zitat:

Zu einem typisch russischen Frühstück gehören - allen Gerüchten zum Trotz - nicht zwangsläufig Kaviar und Wodka, obwohl die »Grüne Lampe« in der Uhlandstraße auch ein »Frühstück Natalia Nikolaevna« auf der Karte hat mit Lachs, Frischkäse und eben den begehrten Fischeiern. Klassischer ist die Buchweizengrütze Kascha. Die Wahl fällt aber auf Blinis; das sind dünne Pfannkuchen, die es auch mit Füllung gibt. Zum Frühstück werden sie aber ungefüllt serviert, mit verschiedenen Aufstrichen wie Honig, Nutella, Konfitüre oder Schmand. Sie schmecken ähnlich wie französische Crepes, nicht schlecht - aber für russische Esser wäre das wohl nur der Auftakt, mit so ein paar Happen gäben sie sich zumindest in ihrer Heimat nicht zufrieden. Ein echt russisches Frühstück ist nämlich ausgesprochen üppig. Die Einrichtung des Restaurants ist erfreulicherweise nicht folkloristisch sondern zeitlos elegant, mit grünen Glaslampen und Samowar. Und aus den Lautsprechern perlt russische Popmusik.


Berliner Zeitung: Frauen am Pass


starke Frauen / russische Küche (zum vergrößern, Bild anklicken)

 

Im Sommer 2011 widmete sich die Berliner Zeitung unter ihrer Rubrik

Berlin-Planer: Geschmackssache

dem Thema starke Frauen in der Gastronomie.

Die Redaktion stellte während der Fußball WM der Frauen, fünf starke Berliner Frauen vor:

Johanna Nußbaumer, Francesca Trovato, Susanne Stuhlert, Nicole Todoroff und Julia Gutsch

 

Zitat:

Julia Gutsch hat einen ungewohnlichen Werdegang hinter sich, sie hat Kunstgeschichte in Russland studiert, danach betrieb sie in einem Reisebüro. 2005 fasste sie sich ein Herz und eroffnete ihr eigenes Restaurant. Sich unter Männern durchzusetzen, fiel ihr nicht schwer: „Ich finde, dass Frauen die gleichen Moglichkeiten haben wie Männer, man muss sie nur nutzen!" In ihrem Heimatland Russland ist das anders, „da ist alles Männerdomäne, nicht nur die Gastronomie", meint sie. Das wichtigste an ihrem Beruf sei die Hartnäckigkeit, „die Gastronomie ist eine harte Branche, man muss am Ball bleiben und darf nicht aufgeben."

Julia Gutsch hat einen ungewöhnlichen Werdegang hinter sich, sie hat Kunstgeschichte in Russland studiert, danach betrieb sie ein Reisebüro. 2005 fasste sie sich ein Herz und eroffnete ihr eigenes Restaurant. Sich unter Männern durchzusetzen, fiel ihr nicht schwer: „Ich finde, dass Frauen die gleichen Moglichkeiten haben wie Männer, man muss sie nur nutzen!" In ihrem Heimatland Russland ist das anders, „da ist alles Männerdomäne, nicht nur die Gastronomie", meint sie. Das wichtigste an ihrem Beruf sei die Hartnäckigkeit, „die Gastronomie ist eine harte Branche, man muss am Ball bleiben und darf nicht aufgeben."

 

Zitat Ende.


ARD: Fakt - Russische Parallelwelt in Berlin

FAKT | Das Erste | 17.01.2011 | 21:45 Uhr

Russische Parallelwelt in Berlin

FAKT beschäftigt sich in diesem Jahr in jeder Sendung mit dem Thema Integration. Zum Auftakt geht es um Russen in Berlin. Viele von ihnen sprechen kaum Deutsch. Sie leben in einer Parallelwelt, mit eigenen Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten und Radiosendern.

Geschätzt 100.000 russischsprachige Menschen sollen in Berlin leben. Für sie gibt es eine komplette russische Infrastruktur, angefangen von Supermärkten, Ärzten und Anwälten bis hin zu eigenen Zeitungen und einem Radiosender. Im Stadtteil Marzahn etwa hat sich eine Vielzahl Geschäfte etabliert, die auf russische Kunden spezialisiert sind. Dazu zählt auch der Supermarkt von Andre Dik, der weitgehend russische Artikel anbietet. Seine Kunden kommen zu ihm, weil sie Produkte kaufen wollen, die sie von früher kennen.

In der Sendung FAKT des ARD wurde über russisches Leben in Berlin berichtet. Wir stellen Ihnen hier den Fernsehbeitrag über die russische Sylvesterfeier im Restaurant Grüne Lampe zur Verfügung. (Dauer 1,5 Minuten)

Klicken Sie hier um den Beitrag als flash Video in der Auflösung 720x576 zu sehen.

Klicken Sie hier um den Beitrag als mp4 Video in der Auflösung 350x260 zu sehen.


zum vergrößern anklicken

tip: Suppenkultur in Berlin

Das Stadtmagazin tip widmet sich in seiner Ausgabe 6'2011 der Suppenkultur in Berlin. Lesen Sie was die Redakteurin Eva-Maria Hilker über russische Suppen, Soljanka das russische Restaurant Grüne Lampe berichtet.

Original Wortlaut:

Russland

Soljanka schafft Seelenverwandte

"Eine alte, kluge, gebildete Frau mit schönem Oberteil und der besten Soljanka der Stadt!" Das also ist das Resümee nach einem Besuch in der Grünen Lampe und einer kleinen Portion Soljanka – wobei Altersangaben und Größenordnungen eine russische Interpretation sind und die Kleiderfrage am Rande behandelt wurde. Chefin Julia Gutsch kam vor 20 Jahren aus Leningrad, hat Kunstgeschichte studiert, mal ein Reisebüro geführt und 2006 ihr Restaurant in der Uhlandstraße eröffnet. Der Gault Millau hat diese Adresse 2008 zum besten russischen Res­taurant Deutschlands gekürt. Die blonde Chefin weiß nicht so recht, wie sie zu diesem Titel gekommen ist – sie kokettiert natürlich ein wenig. Die Soljanka ist es auf jeden Fall wert, extra nach Charlottenburg zu reisen, denn dort wird sie so zubereitet wie es sein muss, nämlich als Resteessen. Die Säure kommt von den Kapern, den sauren Gurken und der Zitrone. Die Einlage besteht aus den Fleischresten, die in der Küche anfallen. Das sind Huhn, Rind, Putensalami, aber auch Putenwürstchen. "Kein Schwein!" Gewürzt wird ziemlich unspektakulär, mit Salz und Pfeffer je nach Geschmack. „Du kannst alles in die Suppe packen“, so Julia Gutsch, "nur schwarze Oliven und Kapern müssen drin sein, sonst ist es keine Soljanka." Nebenbei singen an diesem Tag russische Gäste (wirklich!), darunter ein bekannter Musiker, russische Lieder und dazwischen wird laut debattiert. "Ach, wäre das immer so!" Für Julia Gutsch ist russische Seele kein Klischee, für sie gibt es sie wirklich. Eva-Maria Hilker

Soljanka schafft Seelenverwandte

"Eine alte, kluge, gebildete Frau mit schönem Oberteil und der besten Soljanka der Stadt!" Das also ist das Resümee nach einem Besuch in der Grünen Lampe und einer kleinen Portion Soljanka – wobei Altersangaben und Größenordnungen eine russische Interpretation sind und die Kleiderfrage am Rande behandelt wurde. Chefin Julia Gutsch kam vor 20 Jahren aus Leningrad, hat Kunstgeschichte studiert, mal ein Reisebüro geführt und 2006 ihr Restaurant in der Uhlandstraße eröffnet. Der Gault Millau hat diese Adresse 2008 zum besten russischen Res­taurant Deutschlands gekürt. Die blonde Chefin weiß nicht so recht, wie sie zu diesem Titel gekommen ist – sie kokettiert natürlich ein wenig. Die Soljanka ist es auf jeden Fall wert, extra nach Charlottenburg zu reisen, denn dort wird sie so zubereitet wie es sein muss, nämlich als Resteessen. Die Säure kommt von den Kapern, den sauren Gurken und der Zitrone. Die Einlage besteht aus den Fleischresten, die in der Küche anfallen. Das sind Huhn, Rind, Putensalami, aber auch Putenwürstchen. "Kein Schwein!" Gewürzt wird ziemlich unspektakulär, mit Salz und Pfeffer je nach Geschmack. „Du kannst alles in die Suppe packen“, so Julia Gutsch, "nur schwarze Oliven und Kapern müssen drin sein, sonst ist es keine Soljanka." Nebenbei singen an diesem Tag russische Gäste (wirklich!), darunter ein bekannter Musiker, russische Lieder und dazwischen wird laut debattiert. "Ach, wäre das immer so!" Für Julia Gutsch ist russische Seele kein Klischee, für sie gibt es sie wirklich.

Eva-Maria Hilker


PRINZ TOP GUIDE BERLIN 2011

Folgend ein Zitat des PRINZ TOP GUIDE BERLIN 2011 zum russischen Restaurant Grüne Lampe:

Vor einigen Jahren wählten die Gastro-Kritiker des Gault Millau dieses Lokal zum besten russischen Restaurant Berlins. Daran hat sich nichts geändert, was nicht zuletzt an der sehr rührigen Besitzerin Julischka liegt, die zusammen mit Koch Nicolai für konstante Qualität bürgt. Im frisch renovierten Gastraum schlemmt man wochentags ausgezeichnet zubereitet Spezialitäten, etwa Borschtsch, die tartarischen Bratpasteten Tschebureki, sibirische Pelmeni oder russische Wereniki-Teigtaschen. Auch die Blini-Pfannkuchen mit Lachskaviar sind ein Genuss. Zum Nachtisch schmecken die süßen Hefepfannkuchen mit Konfitüre. Sehr beliebt und fast immer ausgebucht ist der Kaviar-Brunch am Sonntag, mit Köstlichkeiten der russischen, weißrussischen und kaukasischen Küche.